Warum glutenfrei?

Ja, warum eigentlich?

Einige tun es, weil es gerade modern ist. Andere glauben, so abnehmen zu können. Wieder andere haben ein Buch gelesen, das Gluten für schlecht befindet. Und dann gibt es noch die, die eine Diagnose haben. Zöliakie, Glutensensitivität oder Dermatitis Hepetiformis Duhring (DHD).

Und um diese Menschen geht es hier. Um Menschen, die sich ärztlich verordnet glutenfrei ernähren müssen.

Aber warum?

Wer eine Zöliakie (früher auch Sprue genannt) hat, reagiert auf das Getreideeiweiß Gluten, welches sich in Weizen, Roggen, Gerste, Grünkern, Dinkel und anderen artverwandten Getreidesorten befindet, mit einer histologischen Veränderung des Dünndarms.

Man muss sich das in etwa so vorstellen:

Im Dünndarm sind ganz viele kleine Fingerchen (die Darmzotten), die dafür zuständig sind, dass unser Körper mit Nährstoffen versorgt wird. Bei einer Zöliakie werden diese Fingerchen durch das Aufnehmen von Gluten zerstört. Irgendwann sind sie also nicht mehr in der Lage, Nährstoffe aufzunehmen. Unser Körper ist mangelenrnährt. Diese Mängel erkennt jeder Hausarzt anhand eines Blutbildes.

Zusätzlich wird eine Magenspiegelung mit Dünndarmbiopsie empfohlen, um sicher zu gehen, dass es auch Zöliakie ist und nicht eine andere Darmerkrankung.

Wenn die Diagnose gestellt wurde, heißt das für den Betroffenen, dass er lebenslänglich auf Gluten verzichten muss.

Z Ö L I A K I E    I S T    N I C H T    H E I L B A R!!!!

Auch das kleinste Krümelchen Gluten kann den Darm extrem schädigen. Deshalb ist es enorm wichtig, nicht nur glutenfrei zu essen, sondern sich auch mit dem Thema "Kontamination" zu beschäftigen.

Es gibt in diesem Fall keine Ausnahmen.

Wer sich strikt an die glutenfreie Ernährung hält, wird sehr schnell merken, wie es ihm immer besser geht.

Viele Zöliakie Patienten berichten von einem ganz neuen Lebensgefühl. :)

Daten und Fakten findet man auch unter:

http://www.dzg-online.de/das-krankheitsbild.364.0.html

http://www.dzg-online.de/wissenswertes-rund-um-zoeliakie.365.0.html

http://www.dzg-online.de/diagnose.380.0.html

http://www.dzg-online.de/behandlung.381.0.html

http://www.dzg-online.de/antikoerperdiagnostik.383.0.html

 

Zu DHD findet ihr hier genauere Infos:

http://www.dzg-online.de/duhring.382.0.html

Duhring ist "Zöliakie auf der Haut". Wer darunter leidet, bekommt beim Verzehr von Gluten eine Art Ausschlag an ganz bestimmten Körperstellen. Wenn dieser Ausschlag auftritt, sollte auch eine Dünndarmbiopsie gemacht werden.

 

Und dann gibt es noch die kleine Schwester der Zöliakie, die Glutensensitivität.

Wer nachweislich keine Zöliakie hat, aber trotzdem eindeutige Symprome nach dem Verzehr von Gluten aufweist, hat aller Wahrscheinlichkeit nach eine Sensitivität.

Das bedeutet, dass man die selben Sympthome hat, aber keine Schädigung des Dünndarms vorliegt.

Diagnoseweg hier ist, erst Zöliakie ausschließen zu lassen und dann Gluten wegzulassen, um dann eine erneute Glutenbelastung durchzuführen. Wenn während dieser Belastungsphase wieder eindeutige Sympthome auftreten, die währen der glutenfreien Phase nicht vorhanden waren, spricht man von einer Glutensensitivität.

Auch hier wird empfholen, sich glutenfrei zu ernähren, wobei die Betroffenen hier eine Tolernazgrenze austesten können.

Denn nicht jeder reagiert gleich.

 

Für alle drei Krankheitsbilder gilt aber das gleiche:

Eine richtige Diagnostik muss gemacht werden. Und das kann nur ein Arzt. Denn es bedarf einer Antikörperbestimmung und einer Dünndarmbiopsie durch Magenspiegelung.

Anders kann man solche Erkrankungen nicht diagnostizieren oder ausschließen.

 

Für medizinische Fragen empfehle ich als erste Adresse immer die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V. unter www.dzg-online.de .

Für sehr ausführliche Informationen zum Thema "Glutenunverträglichkeiten" empfehle ich zusätzlich die Seite www.zoeliakie-austausch.de .

Und wer gerne Hörbücher hat, kann sich unter

https://soundcloud.com/zoeliakie-austausch auch alles schön erklären lassen.

Und was ist eigentlich Gluten? Hier geht es zur Antwort:
http://www.zoeliakie-austausch.de/was-ist-gluten-und-wo-ist-es-enthalten/
 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Melanie Huber